Shimano XT FD-M739 Umwerfer

Mitte der 1990er Jahre musste die Deore XT-Gruppe als Arbeitspferd der Mountainbike-Welt technisch mithalten. Der FD-M739 Umwerfer war die Antwort auf diese Herausforderung. Als Teil der XT-M739-Gruppe vereinte er die robuste Haltbarkeit der XT-Linie mit den neuesten Schalttechnologien von Shimano, was ihn zu einem der zuverlässigsten und meistverkauften Umwerfer seiner Zeit machte.

Technische Eigenschaften und Konstruktion des FD-M739

Die M739 – Gruppe wurde 1996 mit 2 verschiedenen Umwerfer – Versionen verkauft. Der FD-M738 Umwerfer der bisherigen Serie wurde weiter geführt in der Downpull Variante (Zug von unten). Der Shimano XT FD-M739 Umwerfer kam dagegen neu als Toppull Variante auf den Markt. Somit gab es ´96 XT Umwerfer mit verschiedenen Bezeichnungen . Der FD-M739 hat eine Aluminium – Klemme mit einer Marken – Gravur und Alu – Verbindungsstücke zu einer verchromten Kettenführung. Die technologische Neuerung war die „Advanced light action“ Technologie. Im Wesentlichen wurde durch ein verbessertes Hebelverhältnis und einer verbesserten Kettenführung der Schaltvorgang optimiert: knackigeres Schalten und bessere Schaltvorgänge auf die großen Kettenblätter.

Das Design war nicht das Schönste, insbesondere der Toppull – Umwerfer FD – M739…naja, schön ist anders. Macht Euch selbst ein Bild.

Die Parallelogramm-Struktur und Steifigkeit

Der Umwerfer verfügte über eine optimierte Parallelogramm-Konstruktion.

  • Material: Die Hauptkomponenten, einschließlich der Gelenke und der Schelle, wurden aus Aluminium gefertigt. Die äußere Platte des Käfigs war oft verchromt oder aus poliertem Stahl, um maximale Haltbarkeit und eine reibungsarme Oberfläche zu gewährleisten.

  • Präzision: Obwohl er nicht das „Wide Link“-Design des XTR M950-Modells besaß, war die XT-Konstruktion extrem steif und verwindungsarm. Dies war entscheidend für die schnelle und definitive Ketteführung beim Hochschalten auf die Kettenblätter.

2. Auslegung für 8- und 9-fach-Antriebe

Der FD-M739 war darauf ausgelegt, mit den damals gängigen Kettenblattkombinationen zu funktionieren und dabei die engen Toleranzen der neuen Antriebe zu erfüllen.

  • Kettenbreite: Er war auf die schmaleren Ketten des 8-fach-Systems und später auch des 9-fach-Systems abgestimmt, was minimale Toleranzen und eine präzisere Käfigbreite erforderte, um Kettenschleifen zu vermeiden.

  • HyperDrive-C Kompatibilität: Die Geometrie des Käfigs war perfekt auf die HyperDrive-C Kettenblätter von Shimano abgestimmt, was die herausragende Schaltperformance im Verbund mit den XT-Kurbeln sicherstellte.

3. Vielseitige Montageoptionen

Die M739-Serie bot maximale Kompatibilität mit den verschiedenen Rahmenformen der 90er Jahre:

  • Dual Pull: Der Umwerfer war oft als Dual Pull-Version erhältlich, was bedeutete, dass der Schaltzug sowohl von oben (Top Pull) als auch von unten (Bottom Pull) geführt werden konnte. Dies vereinfachte die Montage bei verschiedenen Rahmentypen erheblich.

  • Top Swing vs. Down Swing: Der FD-M739 war in beiden gängigen Bauformen (Top Swing/Low Clamp und Down Swing/High Clamp) erhältlich, um eine optimale Klemmung und Freigängigkeit am Sattelrohr bei gefederten Hinterbauten zu garantieren.

  • Als Klemmaß gab es 28,6 mm, 31,8 mm und 34,9 mm im Angebot. Das Gewicht des Umwerfers liegt bei  ca. 128 Gramm.

Typischer Verschleiß und Verfügbarkeit

Der FD – M739 – Umwerfer war schon auf Langlebigkeit konzipiert, stellt die XT – Gruppe ja das klassische „Arbeitstier“ im Shimano – Portfolio dar. Dennoch: da sowohl die Schraube der Rahmenklemme als auch die der Zugbefestigung aus Stahl sind, können diese verrostet sein, sie lassen sich aber problemlos austauschen. Bei verschlissener Kettenführung rostet der Stahl sehr schnell. Bei vernünftiger Pflege der beweglichen Teile kann der Umwerfer aber ewig halten, Abnutzungen sind dann eher kosmetischer Natur (Krater, Verblassen…).

Da der FD-M739 ein Massenprodukt mit hohen Stückzahlen war, gibt es nur einen kleinen Kult – Faktor, eher was für pragmatische Aufbauten mit betagtem, aber zuverlässigem Material. Zu haben für ca. 20 – 25 Euro.

Nach oben scrollen