Yeti Ultimate – die Ikone mit dem Loop-Tail

Das Yeti Ultimate ist ein technisches Statement der späten 1980er und frühen 1990er Jahre, das die innovative und oft unkonventionelle Designphilosophie von Yeti Cycles perfekt widerspiegelt. Gegründet von John Parker, stand Yeti immer für Rennperformance und markante, haltbare Rahmenkonstruktionen. Das Ultimate – sofort erkennbar an seiner charakteristischen Form – wurde zur Ikone und ist bis heute ein Traumstück für Sammler.
Technische Eigenschaften und Konstruktion
Das Ultimate begann als Mountainbike Projekt, um das „Ultimate-Bike“, das ultimative Bike zu bauen. Als das Projekt abgeschlossen war beschloss Yeti, das Bike ab 1991 in Serie zu vermarkten. Die KOnstruktion mit den „elevated chainstays“, also den hohen Kettenstreben, war derzeit neu aber richtungsweisend. Viele Hersteller zogen mit dieser Konstruktion nach und brachten ähnliche Bikes auf den Markt.
Das Yeti Ultimate wurde nicht als reinrassiges Racebike konzipiert, hier sah Yeti eher das Yeti F.R.O vor. Das Ultimate ist etwas schwerer, der Cromoly – Stahl – Rahmen verleiht dem Bike etwas mehr Gewicht, dafür ist es aber nahezu unzerstörbar. Wer damals eins hatte, hat es vermutlich immer noch…
Das Herzstück: Der Loop-Tail-Hinterbau
Das unverwechselbare Merkmal des Ultimate war der „Loop-Tail“ (Schleifen-Hinterbau).
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Konstruktion: Die Hinterradstreben wurden nicht einfach an das Sitzrohr geschweißt. Stattdessen führten die Kettenstreben weit nach hinten und mündeten in einer einzigen, massiven Muffe, die erst am Ende in die Ausfallenden überging.
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Vorteil: Dieses Design sollte die Steifigkeit des Hinterbaus im Vergleich zu traditionellen Dreiecks-Konstruktionen erheblich erhöhen. Dies sorgte für eine überlegene Kraftübertragung und verbesserte die Spurstabilität, was für ein Renn-Hardtail entscheidend war.
Material und Robustheit
Der Rahmen des Yeti Ultimate wurde aus hochwertigen, konifizierten Chrom-Molybdän-Stahlrohren (CrMo) gefertigt, oft mit einem überdimensionierten Hauptrahmen.
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Bauweise: Yeti verwendete für die Schweißnähte das TIG-Schweißverfahren, wobei die Rohre oft zusätzlich verstärkt wurden, um die Dauerhaftigkeit zu maximieren.
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Robustheit: Trotz des Fokus auf den Rennsport war das Ultimate bekannt für seine extreme Haltbarkeit. John Parker war davon überzeugt, dass ein Rahmen im Renneinsatz härtesten Schlägen standhalten musste.
Der Externe Gabelstabilisator (Fork Brace)
Das Ultimate wurde oft in Kombination mit der damals üblichen Starrgabel von Yeti gefahren. Diese Gabeln verfügten über einen externen Stabilisator (Fork Brace) kurz über dem Reifen.
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Funktion: Der Stabilisator sorgte für eine erhöhte Torsionssteifigkeit der Gabel und gewährleistete eine präzisere Lenkung – ein essenzielles Merkmal, bevor die Federgabeln zur Norm wurden.

Hier ein beispielhafter Individualaufbau und kein Serienbike
| Rahmenmaterial | Cro – Moly |
| Federgabel | Answer Manitou I |
| Vorbau | Answer ATAC 1.25″ |
| Steuersatz | Shimano Deore XT |
| Schalthebel | Suntour X-Press |
| Schaltwerk | Suntour XC Pro |
| Umwerfer | Suntour XC Pro |
| Bremsen | Diacompe 986 |
| Kurbeln | Suntour XC Pro 24/36/46 Power Rings |
| Innenlager | Suntour Grease Guard |
| Naben | Suntour XC Pro |
| Felgen | Sun Chinook |
| Reifen | Specialized Ground Control |
| Sattel | Cinelli |
| Gewicht (Serie) | ca. 10,75 kg |


