Shimano BR-M737 Cantilever-Bremsen

Die zuverlässige Cantilever-Performance der frühen 90er
Während die Shimano XTR-Gruppe die technologische Speerspitze darstellte, bildete die Deore XT schon immer das Fundament für ernsthaftes Mountainbiking. Die BR-M737 Cantilever-Bremse, die als Teil der XT-Generation der frühen bis mittleren 90er Jahre erschien, steht beispielhaft für robuste Zuverlässigkeit, hervorragende Verarbeitung und die fortgeschrittene Evolution der Cantilever-Bremstechnik vor dem Aufkommen der V-Brake.
Technische Details und Konstruktion
Sie hat den neuen Super M70-Cartridge-Bremsblock mit austauschbaren Bremsbelägen in den Bremsblöcken.
Jeder der Bremsarme ist aus Aluminium geschmiedet, auf der Vorderseite poliert und anschließend silber klar eloxiert. Die interne Zugfeder jedes Arms (die die Arme nach außen drückt) ist in sich geschlossen und kann nicht ausgetauscht werden. Das als Achse dienende Stahlrohr ist an beiden Enden gekröpft und verschließt die Kunststoffabdeckungen, wodurch der Federmechanismus und die Feder dauerhaft am Arm abgedichtet werden.
Shimano verwendet fünf Stahlteile (den Belaghalter, beide Einstellscheiben, eine flache Befestigungsscheibe und die 6 mm x 1 mm x 10 mm große Sechskant-Befestigungsmutter), um den Bremsbelag zu halten und zu drehen. Der Bremsbelag ist vorne am Arm montiert.
Das Gelenksystem und die Zugführung
Die Funktionalität der BR-M737 war auf Langlebigkeit und einfache Wartung ausgelegt:
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Einstellbare Federspannung: Wie bei der High-End-Gruppe verfügte auch die BR-M737 über Federspannungseinsteller an den Sockeln. Dies ermöglichte die präzise Zentrierung der Bremsarme und die gleichmäßige Rückstellung des Hebels, ein wesentlicher Faktor für eine gute Performance der Cantilever-Bremsen.
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Hohe Steifigkeit: Shimano optimierte die Bremsarm-Geometrie, um die Flexibilität unter Last zu minimieren. Steifere Arme führen direkt zu besserer Bremskraftübertragung und einem direkteren Bremsgefühl.
Bremsschuhe und Belagswechsel
Die BR-M737 profitierte von der technologischen Übernahme aus der XTR: Sie verwendete ebenfalls das Cartridge-Type Bremsschuhsystem.
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Vorteil: Dies erlaubte einen schnellen und unkomplizierten Wechsel des Bremsgummis, ohne die Halterung neu ausrichten zu müssen. Das System war oft kompatibel mit den M70/R-Pads von Shimano.
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Einstellbarkeit: Die Bremsschuhhalter selbst boten vielfältige Einstellmöglichkeiten für Vorspur (Toe-In), Höhe und Winkel, was für die Geräuschminimierung (Quietschen) und die Optimierung des Bremskontakts entscheidend war.
Gewicht und Zugverhältnis
Obwohl die BR-M737 naturgemäß etwas schwerer war als ihre XTR-Schwester (das Gewicht lag typischerweise leicht über der M900), bot sie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gewicht, Robustheit und Preis.
Im Lieferumfang waren zwei Stahlschrauben enthalten, um die Arme an den Cantileverbolzen zu befestigen. Die Schrauben haben einen Pilzkopf mit einem 5-mm-Sechskantanschluss und ein 6 mm x 1 mm großes Gewinde mit einer Länge von 25 mm. Jeder dieser Bolzen wiegt 6,5 Gramm. Die Bremsbeläge wiegen 56 Gramm pro Paar. Die Shimano BR-M737 Cantlieverbremse wurde als Vorder- oder Hinterradbremse hergestellt. Die Bremse wiegt ca. 175 Gramm. Dazu kommen 13 Gramm für die Befestigungsschrauben und ca. 10 Gramm für den hinteren Kabelträger bzw. 10 Gramm für den vorderen Träger. Das Gesamtgewicht beträgt pro Paar ca. 199 Gramm.
Sie war konzipiert für das kurze Zugverhältnis (Low Leverage) der damaligen Bremshebel und STI-Einheiten (wie der ST-M737). In Kombination mit den entsprechenden Hebeln bot sie eine zuverlässige, kraftvolle Verzögerung, die den Anforderungen von Cross-Country-Rennen und ambitionierten Tourenfahrern jener Zeit in vollem Umfang gerecht wurde.
