Ritchey Speedmax Semislick

Semislicks: der „hot shit“ in den 90ern
Der Speed Max war der Rennreifen von Thomas Frischknecht. Er zeichnete sich durch einen ruhigen Lauf auf Asphalt und einen sehr guten Kurvengrip auf festem Terrain aus. Auf befestigten Wegen bot er eine ausgezeichnete Traktion, während die Diamantprofilierung für einen optimalen Bodenkontakt sorgte. Auch das Bremsverhalten wurde als ordentlich eingestuft.
Der Ritchey Speed Max: Ein Kult-Reifen für echte Racer
Als 26 Zoll noch das Maß aller Dinge war, verkörperte der Speed Max eine ganz klare Philosophie: Vortrieb ohne Kompromisse. Wer diesen Reifen auf seine Ritchey Logic- oder Mavic-Felgen zog, signalisierte sofort, dass er keine Lust auf gemütliches Dahinrollen hatte.
Die Spezifikation im Detail
Der Speed Max war mehr als nur ein Reifen; er war ein Statement für mechanische Effizienz. Hier sind die Eckdaten, die uns damals leuchtende Augen bescherten:
- Legendäres Profil: Die feine Diamantprofilierung war die Geheimwaffe auf trockenem Untergrund. Sie sicherte uns einen Bodenkontakt, der sich fast wie auf Schienen anfühlte.
- WCS-Performance: Die High-End-Version (World Cup Series) kam faltbar und mit einem Gewicht von gerade einmal 595 Gramm daher – für die damalige Zeit eine echte Ansage im Kampf gegen die rotierende Masse.
- Vielfalt für jeden Geldbeutel: Während wir für die WCS-Version stolze 69 Mark hinblätterten, gab es für den schmaleren Taler die Kevlar-Variante (42 Mark) oder die robuste Drahtversion (29,90 Mark).
- Dimensionen: Mit 26 x 2.0″ bot er genau die richtige Mischung aus Agilität und der notwendigen Spurtreue im Cross-Country-Einsatz.
Auf dem Trail: Licht und Schatten
Auf festem Untergrund lieferte der Speed Max sehr gute Traktionswerte, einen sicheren Kurvenhalt und vermittelte ein subjektiv hohes Geschwindigkeitsgefühl. Da er zudem als sehr verschleißfest galt, wurde er seinerzeit auch für den Alltagsbetrieb empfohlen.
Die Schwachpunkte: Sobald der Untergrund jedoch lose oder nass wurde, musste man ständig auf der Hut sein. Auf nassen Wurzeln oder Steinen bot der Reifen keinen Halt; er verlor sofort den Grip, was ein sehr unsicheres Fahrverhalten zur Folge hatte.
