Kooka Racha Bremshebel

Aufgrund des geringen Gewichtes waren die Kooka Racha Bremshebel bei Leichtbaufans sehr beliebt, obwohl die Meinung über die Bremsleistung auseinander gingen. Die Bremshebel selbst sind mit nur 72 mm sehr kurz. Hierdurch ist das Hebelverhältnis zur Bremse nicht ideal, wenn die Bremse nicht perfekt eingestellt ist. Dies wurde auch als „schwammiges Ansprechverhalten“ empfunden. Trotz ihres geringen Gewichts haben die Kooka Racha eine Rückholfeder, der den Bremshebel wieder in die Ausgangsposition zieht.
Das Design der Lenkerklemme ähnelt sehr den damaligen Avid Speed Dials. Die Klemmwirkung lässt etwas zu wünschen übrig.
Technische Details der Bremshebel
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Cantilever-Bremsen: Die meisten Kooka Racha Hebel wurden ursprünglich für Cantilever-Bremsen entwickelt, den damaligen Standard vor den V-Brakes. Technische Anmerkung: Canti-Hebel haben einen kürzeren Kabelzug (ca. 16 mm).
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V-Brake-Version: Als Shimano die V-Brakes einführte, die einen längeren Kabelzug benötigten, brachte Kooka auch Versionen heraus, die kompatibel waren. Die Kooka Racha V-Brake-Hebel hatten dabei ca. 23 mm Kabelzug, was weniger war als die Standard-V-Brake-Hebel (ca. 29-32 mm). Dies machte sie manchmal kompatibel mit den sogenannten Mini-V-Brakes.
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CNC-gefräst: Sie sind bekannt dafür, dass sie aus einem einzigen Aluminiumblock (Billet-Aluminium) mit einer CNC-Maschine gefräst wurden. Das war damals ein Zeichen für hochwertige, präzise Fertigung und Leichtbau.
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Optik und Farben: Die Bremshebel fielen durch ihr auffälliges, individuelles Design und vor allem durch die breite Palette an leuchtend eloxierten Farben auf (z. B. Gold, Violett, Rot). Diese Farben waren charakteristisch für das „bling“ und die Individualisierungswelle der 90er Jahre.
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„3DV“ Design: Oftmals findet man die Bezeichnung Kooka Racha 3DV, was auf ein bestimmtes Design- oder Verstellmerkmal hinweist.
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Retro-Tuning: Kooka war eine der Marken (neben Paul, Grafton, Ringle oder Cook Bros.), die individuelle, leichte Anbauteile anboten, um Serien-MTBs aufzuwerten. Sie sind ein Muss für Liebhaber von Vintage-MTBs der frühen 90er Jahre.
Typische Fehler und Verschleiß
Aufgrund der Leichtbauweise kann bei einem Sturz schnell was kaputt gehen, dann sind die Hebel sehr schnell verbogen oder die Klemme ist angerissen. Häufig fehlt auch der Gummi-Überzug des Bremshebels, der nutzt sich irgendwann komplett ab.

Heutiger Sammlerwert
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Hoher Sammlerwert: Aufgrund ihres Kultstatus und der Tatsache, dass die Marke Kooka nicht mehr existiert, sind gut erhaltene Kooka Racha Bremshebel heute gesuchte Sammlerstücke.
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Preis: NOS oder neuwertige Kooka Racha Bremshebel bekommt man für um die 100 Euro. Gebrauchte sind auch schon mal günstiger zu haben.
