Rock Shox MAG 20 Federgabel

 

1992 bringt Rock Shox die zweite Generation der Rock Shox Federgabel auf den Markt, die Rock Shox MAG 20.

Die erste Generation der Rock Shox Federgabel von Konstrukteur Paul Turner war ein echtes Erfolgsmodell. Die zweite Generation sollte einige Kinderkrankheiten der ersten Generation RockShox RS-1 heilen: sie ist leichter, besser einstellbar und weniger Einfluss auf die Rahmengeometrie.

Aufbau und Technik

Die RockShox MAG 20 ist, wie der Vorgänger RS-1 auch, eine Federgabel mit Luftfederung und Öldämpfung. Die Luftkammern müssen mit einer Spezialpumpe gefüllt werden. Für die Dämpfung ist ein Ölbad mit einem Durchlassventil zuständig. Bei der RockShox MAG 20 werden die Dichtungsringe der Tauchrohre mittels einer Feder an die Standrohre gedrückt um Eindringen von Schmutz und Wasser zu verhindern. Ölaustritt soll dadurch ebenfalls verhindert werden.

Mittels zwei Einstellrädern oben auf den Gabelholmen kann die Federungshärte in sechs Stufen eingestellt werden, auch während der Fahrt.  Was allerdings aufgrund der flachen Rädchen nur theoretisch möglich ist.

Die RockShox MAG 20 wiegt ca. 1310 Gramm. Im Vergleich zu modernen Federgabeln ein echtes Fliegengewicht, damals mussten sich Federgabeln aber mit Starrgabeln messen lassen, die im Schnitt ca. 500 Gramm weniger wogen. Die Tauchrohre der Gabel sind aus einer Magnesium - Legierung gefertigt, Gewicht wurde auch bei den Schrauben und der Gabelbrücke gespart.

Typische Fehler und Verschleiß

Wie bei den meißten Öl-Federgabeln der 90er hielten diese nach einer gewissen Zeit nicht mehr dicht, die Dichtungsringe machten nach einiger Zeit schlapp und mussten getauscht werden. Ansonsten gilt: die filigrane Technik birgt einiges an potentiellen Fehlerquellen. Beim Kauf einer gebrauchten RockShox Mag 20 sollte man darauf achten, dass die Gabel das Öl hält, dass die Luftkammer dicht ist und der Luftdruck stabil bleibt. Alle fixierenden Schrauben müssen festsitzen (Gabelbrücke, Bremsbrücke), die Tauchrohre sollten nicht ausgeschlagen sein.

Kostet...

Da es eher selten eine mangelfreie gebrauchte Mag 20 zu kaufen gibt, sind die Modelle, die man erhält, schon um die 100 Euro zu haben.

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